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Es spukt

Jetzt wollte ich mich gerade in die Badewanne begeben, um den Tag gewinnbringend ausklingen zu lassen, da tut es neber mir einen Schlag. Ich wusste im ersten Moment nicht, ob ich im Badewasser untertauchen sollte, oder nicht. Das wäre sicherlich interessant geworden, da die Badewanne echt winzig ist und gefühlt immer irgendein Körperteil rausguckt.

Ich bin ziemlich zusammengezuckt und habe dann über den Badewannenrand in einen Scherbenhaufen gespäht. Die Deckenlampe hat hier gerade den Abgang gemacht. 1 Meter weiter links und es wären wohl einige Gehirnzellen weniger gewesen. So schaue ich jetzt einfach nur in das Scherbenmeer und überlege mir in der Wanne eine Strategie, wie ich Moses gleich das Meer teile und ohne Blessuren das sichere Ufer alias Wohnzimmer mit Besen und Kehrblech erreiche.

Entweder hat gerade jemand zu sehr an mich gedacht, oder es spukt hier. Vermutlich ein Fischer, der eine Meerjungfrau versetzt hat wegen schlechtem Netz und jetzt auf ewig hier in dem Fischerdorf sein Unwesen treibt. Erlösen kann ihn nur ein erneutes Rendezvous mit einer Meerjungfrau. Die haben aber mittlerweile auch das soziale Netzwerk für sich entdeckt und weigern sich eine Beziehung mit jemandem einzugehen, der nur kleine Fische fängt.
Vielleicht sollte ich sicherheitshalber auch die anderen Lampen inspizieren.
19.9.20 22:32


Wie Gott

In Frankreich.

Ich schreibe euch gerade mit Blick auf das Meer und genieße die letzten Sonnenstrahlen vom Tag heute. Es ist - wenn meine Wetter App mich nicht täuscht - hier nicht so warm wie in Deutschland, aber es gibt hier noch genügend Franzosen die schwimmen gehen. Ich habe hier ganz das typisch deutsche Klischee verwirklicht - hier kann man kein Handtuch hinlegen, also zu kalt, um Baden zu gehen.

Allerdings bin ich hier zur Raupe Nimmersatt mutiert und traue mich nicht auf die Waage. Hier gibt es jeden Tag irgendwas neues Essbares. So habe ich mich schon durch die „Standards“ durchgefuttert, wie Croissants und Milchbrötchen. Die haben hier in der Bretagne aber lauter fiese Sachen, wie statt Nutella gibt es eine Karamell Creme fürs Brot. Oder Cidre gibt es hier in brut und doux- letzterer ist etwas süsser und schmeckt mir richtig gut, obwohl ich ja aus so einer Appelwoi Gegend komme.

Heute gab es Paella, gestern panierten Fisch, davor Fleisch vom Grill mit Salat. Crêpe gab es natürlich auch schon, wobei die mit Käse als herzhafte Variante daher kamen und dadurch wieder anders heißen.

Nachdem ich auch ziemlich lang gezögert habe überhaupt wegzufahren, bereue ich es jetzt nicht ( mehr). Essen hilft :-) Nein, mal ernsthaft. Ich habe hier in der Bretagne genauso wie in Deutschland auch meine Maske an und Desinfektionsmittel ist mein ständiger Begleiter. Es gibt es aber auch vor jedem größeren Einkaufsladen. Hier ist wenig los, es ist kein Risikogebiet und ich sehe das Meer und habe als neues Hobby die Muschel Suche für mich entdeckt - also nur die Schalen- hier gibt es nämlich auch Franzosen, die sich mit Eimer und Netzen bewaffnen und an den Riffen richtige Muscheln sammeln.

Wer sich jetzt fragt, wo der Kater steckt. In einer Luxus Tierpension mit Aussengehege. Nur wird ihn das herzlich wenig interessieren, da er so scheu ist. Bin gespannt, wie er sich verhält, wenn ich wieder da bin.
17.9.20 17:21


Veränderungen

Kennt ihr das, wenn ihr euch etwas wünscht und ein Ziel setzt, diesen Wunsch zu erreichen und dann passiert das? Tatsächlich? Ohne geträumt zu haben?
Ich habe länger nicht geschrieben, weil ich wie so oft einfach in meiner Arbeit versumpft bin und danach keinen Bildschirm mehr sehen wollte. Aber die ganze investierte Zeit hat sich gelohnt.

Zum Einen bin ich jetzt im Kundenprojekt meiner Wahl und habe dort gestartet. Parallel habe ich aber auch viele andere Themen weiter gebracht. Der Bachlauf im Garten ist fertig und mündet plätschernd in ein kleinen Teich mit kleinen Kois und winzigen Goldfischen. Das freut den Kater, der sich im Bambus neber dem Teich oft für ein Nickerchen einfindet.

Am Mittwoch Abend hat mich das Management zum Gespräch gehabt für eine Beförderung und ich habe bestanden. Auf der einen Seite kann ich das immer noch nicht glauben, weil ich darauf die letzten Jahre hingearbeitet habe, zum Anderen mache ich mich schon wieder verrückt, weil ich mich frage, was jetzt für Aufgaben auf mich zukommen und ob ich denen gewachsen bin. Ich wollte immer eine Führungskraft werden. Jetzt bin ich es demnächst, wenn sie es offiziell verkünden, und frage mich was ich jetzt damit anfangen werde. Wird es so sein, wie ich es mir vorgestellt habe?

Ich habe mein Ziel erreicht und jetzt habe ich Muffensausen, ob ich dem allem gerecht werden kann. Wäre ich ein Mann würde ich mir vermutlich einfach nur auf die Brust klopfen und sagen „war längst überfällig“, aber ich analysiere schon wieder und male mir irgendwelche Horror Szenarien aus, die nur in meinem Kopf stattfinden, statt mich einfach zu freuen. Und was mich am meisten frustriert ist, dass wenn man sich privat unterhält, es ganz Viele gibt, die sich so unter Druck setzen ... wegen Klausur, wegen Job, wegen Studium und und und... die Liste ist endlos, da es immer ein ehrgeiziges Ziel gibt. Was also tun?

Ich glaube, wenn ich mich selbst beraten müsste, würde ich sagen, überlege dir was du möchtest und was dir wichtig ist und probiere es für dich aus. Stelle dich selbst nicht in Frage. Dein Umfeld wird dir schon Feedback geben, so dass du weißt woran du bist. Solang du damit glücklich bist, mach weiter...
7.9.20 22:27


Jein

Was die Urlaubstage angeht lebe ich in dem Luxus noch alle zur Verfügung zu haben, da ständig irgendwas auf der Arbeit dafür gesorgt hat, ihn aufzuschieben. Jetzt bin ich aber an einem Punkt, wo er langsam fällig wird, da meine Geduld bei allen Dingen, wie die Lunte einer Bombe, eine kurze Halbwertszeit hat.

Stellt sich also jetzt die Frage - was tun im Urlaub? Wegfahren? Wegfliegen? In Deutschland? Außerhalb? Und die Antwort ist: Jein.

Ich war mir noch nie so unsicher, was Urlaub angeht. Normalerweise bin ich der einfallslose Urlauber, der die Pauschalreise bucht und dann mit Buch am Strand vor sich hin döst und wie Raupe Nimmersatt das Hotel Buffet unter die Lupe nimmt.

Fliegen werde ich dieses Jahr nicht - dafür sind mir die Klimaanlagen in Flugzeugen zu unheimlich. Bleibt also Deutschland oder die angrenzenden Länder mit dem Auto unsicher zu machen. Campen ist auch nicht meins - je nach Campingplatz kann man da auch sehr unglücklich werden. Also Ferienhäuschen irgendwo mit netter Landschaft. Idealerweise nicht in Offenbach, Spanien oder Kroatien. Am Meer wäre toll, aber vermutlich nicht erschwinglich bzw. schon völlig ausgebucht. Mal schauen, was sich da noch findet. Und hier bleiben ist auch keine gute Idee, da dann nur wieder irgendwelche neuen Projekte gestartet werden und keine Erholung zustande kommt - da wäre man dann reif für die Insel bevor der Urlaub vorbei ist.
Soll ich es wirklich machen, oder lass ich es lieber sein? Ja oder nein - Jein.
22.8.20 17:47


Es gibt immer..

Jemanden den es noch schlechter trifft. Daran musste ich heute bei den Nachrichten denken. Es wurden in Spanien deutsche Urlauber interviewt. Die Eine zupft sich an der Maske rum und versteht gar nicht, dass es eine Warnung gibt, da sich alle an die Hygiene Bestimmungen halten. Das andere Ehepaar beim Essen im Restaurant, total verunsichert, ob sie jetzt nicht heim reisen bevor sie hier das Virus erwischt.

Ich frag mich da zwangsläufig, ob die nicht ab und an wenigstens Nachrichten schauen, um etwas vom Weltgeschehen mitzubekommen? Das wir Corona haben ist jetzt nicht mehr so neu. Auch die dazugehörigen Regeln - die im Ausland auf einmal aus irgendwelchen Gründen vergessen werden - sind dieselben wie seit drei Monaten. Grundsätzlich jetzt aufzuwachen, um festzustellen, dass man sich mit seinen Urlaubsplänen verkalkuliert hat, halte ich für ziemlich naiv.

Genauso wie der Journalist der Trump im weißen Haus bei einer Pressekonferenz nach seinen Lügen gefragt hat. Er wird für seinen Mut gefeiert, aber eigentlich war das doch nur dumm. Es war von vornherein klar, dass er dazu keine Antwort erhalten wird, also warum die Konfrontation? Worüber will er berichten? Über das Schweigen? Auszusprechen was jeder weiß macht es doch nicht besser? Aussprechen, was Menschen noch nicht wissen - das ist Pressearbeit. Noch schöner, wenn diese auch korrekt recherchiert sind und keine Fake news.
15.8.20 21:27


Abgestumpft

Aktuell habe ich mit jüngeren Arbeitskollegen zu tun. Nachdem ich zu Beginn der Corona Zeit gefühlt dauernd die Hände desinfiziert habe, handhabe ich das nur noch, wenn ich draußen unterwegs bin.

Mit besagten Kollegen bin ich heute Mittagessen gegangen. Dafür müssten wir Aufzug fahren. Eigentlich 2 pro Aufzug- wir waren zu 4. Was soll ich sagen - wir sind trotzdem zusammen gefahren, saßen aber beim Essen auseinander.

Jetzt grübel ich darüber nach, ob Gruppenzwang in der Corona Zeit nicht generell das Schlechte im Menschen zum Vorschein bringt, oder ob die Gefahren nicht grundsätzlich dieselben sind? Ich meine, wenn im Supermarkt jemand an mir zu dicht vorbeiläuft, kann ich mir genauso das Virus einfangen, wie im Fahrstuhl. Im Zweifel würde ich es bei den Arbeitskollegen wegen Ansteckung vermutlich immer noch eher mitbekommen als durch Fremde.

Im Grunde ist beides Mist und man sollte generell die Kontakte nach wie vor eingeschränkt lassen. Wenn es nicht Sommer wäre, hätten wir auch keine zweite Welle. Unsere Politiker haben das Virus nicht im Griff- dafür aber jeder Einzelne von uns. Und so müssen wir uns am Ende des Tages fragen, was uns wichtiger ist? Bei mir war es heute der Herdentrieb und ich schäme mich im Nachhinein dafür.
13.8.20 20:25


Ja, ich will

Was bewundert ihr an Menschen? Welche Charaktereigenschaften schätzt ihr? Was gerade so wie ein Eintrag aus einer Frauenzeitschrift zur Rubrik „wie finde ich den passenden Partner“ klingt, ist für mich auf Arbeitsebene wichtig. Wenn man bedenkt, dass wir 2/3 unserer Lebenszeit mit Arbeit verbringen, ist das nicht ähnlich wie den Bund fürs Leben schließen?

Wenn ich die beiden Fragen beantworten müsste, dann finde ich Personen, die offen und ehrlich sind mit einer positiven Grundhaltung sehr angenehm. Würde ich gern mit denen zusammenarbeiten? Ja, das wäre in Ordnung, wobei mir die ruhigen Menschen, die nicht widersprechen lieber sind. Bin ich jetzt fies, weil diese Charakterisierung es mir einfacher macht?

Sind ruhige Menschen grundsätzlich dann die besseren Arbeitskollegen? Bedeutet es dann im Umkehrschluss, dass ich ruhig sein muss, um gemocht zu werden? Ist gemocht werden, überhaupt wichtig? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Chef von allen gemocht wird. Sollte er/ sie auch nicht, weil es dann so aussieht, als würde man es allen recht machen wollen. Damit geht man selbst zugrunde. Und wenn man nur an sich denkt, ist man egoistisch. Was ist nun der richtige Weg für den Bund mit der Arbeit?
31.7.20 22:28


Argh

Ich kann es irgendwie gerade nicht anders beschreiben und „argh“ war das erste Wort was mir zum aktuellen Tagesgeschehen eingefallen ist. Wer war nochmal das intelligenteste Wesen auf dem Planeten? Wir? Die wir uns munter durch Spanien saufen, mit 0 cm Abstand mit Menschen ohne Anstand anstoßen? Ich gönne ja jedem seinen Urlaub, fahrt weg, erholt euch, guckt euch die Welt an. Muss es aber mit diesem bitteren Beigeschmack sein, dass ich mich fremdschämen muss, wenn ich in den Urlaubsländern Bilder sehe, die einem das Gefühl geben, man hätte sich das Virus nur eingebildet?

Im Gegensatz dazu der Hinweis, dass die UNICEF ein neuen traurigen Rekord erwartet, was die Kinderarmut betrifft. Ich habe noch nie irgendwas an Hilfsorganisationen gespendet. Ich hätte immer Angst, dass es doch nicht da ankommt wo es soll. Was ich mal gemacht habe ist, vor Ort im Urlaub einer armen Familie geholfen und gespendet. Es kommt mir nur so vermessen vor, dass wir hier in Europa diskutieren, wie wir die Milliarden an Schulden/ Investitionen verteilen, um möglichst glimpflich aus der Corona Krise zu kommen, während Andere schlicht um ihr Leben kämpfen.

Andererseits, wie sollen wir den Ärmsten der Welt helfen können, wenn wir es nicht mal schaffen unseren eigenen Krankenpflegern und Helfern angemessen zu danken? Und danken in dem Sinne, dass es etwas mehr entspricht als zu klatschen. Da weiß man am Ende des Tages gar nicht mehr, wo man bei den ganzen Problemen anfangen soll.

Starten wir mit einem „argh“ das hinter einer korrekt angezogenen Atemmaske eher wie „Hm“ klingt, mit 1,5 Meter Abstand nur noch als Schnaufen daherkommt und mit einer Wolke aus Hygienespray durch den Abend flaniert.
28.7.20 21:24


Glück

Ich esse gerade von haribo diese saure Bohnen. Ist quasi meine Belohnung für einen geglückten Wochenstart. Ansonsten habe ich letzte Woche versucht einen Wandspiegel zu kaufen bei ebay Kleinanzeigen. Das wäre auch fast gut gegangen, wenn die Post die Aufkleber „Vorsicht zerbrechlich“ richtig deuten könnte.

Seitdem frage ich mich, wer jetzt sieben Jahre Pech hat? Derjenige der es verschickt hat? Die Post? Oder ich als Empfänger? Ich hoffe, dass dieser Kelch an mir vorüber geht. Oder damit vielleicht die letzten sieben Jahre gemeint sind und jetzt für mich glorreiche Zeiten anbrechen.

So, nachdem jetzt draußen die Rasensprenger angehen, gesellt sich auch der Kater zu mir. Neuerdings bin ich aber nur ein Zwischenstopp und er rennt später wie von der Tarantel gestochen raus. Vermutlich so ein Teenager Ding, dass er jetzt nachts meint die Gegend unsicher machen zu müssen. Hab ich schon erwähnt, dass es in der Nachbarschaft eine dreifarbige Katze gibt? Wenn er mit der anbändelt - sofern er das als kastrierter Kater bewerkstelligen kann - müsste die Glückskatze zumindest den zerbrochenen Spiegel aufwiegen.
20.7.20 22:06


Urlaub? Oder: warum ist es sooo warm?

Ich habe dieses Jahr noch kein Gejammer über den warmen Sommer gelesen, daher dachte ich „jetzt oder nie“. Hier ist es gerade so schwül warm, die Klamotten kleben an der Haut und gefühlt jeder ist zu stark parfümiert, dass man am liebsten die Luft anhalten möchte.

Die Felder hier sind von den Bauern auch schon abgemäht worden, daher fühlt es sich draußen irgendwie schon wie Spätsommer an, dabei sind wir erst mittendrin.

Ich habe heute eine Statistik gesehen, die besagt, dass nur 7% der Deutschen dieses Jahr auf Urlaub wegen Coronarisiko verzichten. Ich dachte ehrlich gesagt, es wären viel mehr, aber anscheinend stehe ich damit allein. Derzeit grübele ich noch darüber nach, ob oder ob nicht. Theoretisch braucht man ja nicht wegfahren- zuhause ist es auch schön. Die Befürchtung ist nur, dass man zuhause dann doch wieder irgendein Projekt startet und keine Erholung hat. Ich habe aktuell noch keine Lösung dafür - außer darüber zu jammern, dass es zu warm ist.

Der Kater hat mich auch verlassen. Vermutlich liegt er bei der Hitze irgendwo rum und schläft oder hat sich in den kühlen Keller verkrochen. Das Jammern ist aber zumindest etwas, dass wir teilen. Wenn er nachher zum Abendessen aufkreuzt wird er sich bei mir über das Wetter beschweren. Wie konnte ich auch nur auf die Idee kommen, den Sommer so warm zu gestalten?
19.7.20 19:47


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