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Verkaufsargumente

Nachdem ich gestern quasi für die Ewigkeit wörtlich festgehalten wurde, steht morgen schon wieder das nächste Event ins Haus: Vorstellungsgespräch für ein neues Projekt. Ich hoffe, es geht gut, da ich sonst jemanden in mein aktuelles Projekt einarbeite und dann ohne Projekt dastehe und vermutlich in Kurzarbeit geschickt werde. Habe ich schon erwähnt, dass ich risikofreudig bin?

Naja, jedenfalls heißt es für morgen Daumen drücken, dass es klappt. Seitdem der Termin langsam näher rückt, geistern mir auch schon die ganze Zeit im Comic-Stil gezeichnete Sprechblasen im Kopf herum: „Nehmt mich“ oder „Greif zu“, wobei es jetzt beim Schreiben total sexistisch klingt.

Abgesehen von meinen Verkaufsargumenten grübele ich darüber nach, ob man die Atemmaske besser mit Hosenanzug oder Kostüm kombiniert. Lippenstift fällt weg, wenn man nicht die Maske am Mund kleben mag und vor sich hin röchelt.

Da mir grundsätzlich unterstellt wird zu oft grimmig zu gucken, könnte ich mit Lippenstift einfach einen Mund außen auf die Maske malen. Kommt dann nur etwas komisch beim Sprechen.

Ach, ich weiß auch nicht. Langsam macht sich die Nervosität breit und ich hoffe nur, da der Meetingraum in den oberen Etagen ist, die Aufzüge trotz Corona betrieben werden dürfen. Sonst sollte ich für die 15 Stockwerke nochmal Zeit einkalkulieren und meine Kleidung eine Nummer kleiner wählen, damit sie - wenn ich irgendwann oben angekommen bin - nicht schlackern.
8.7.20 20:36


Aufzeichnung

Ich hatte heute Premiere, im wahrsten Sinne des gesprochenen Wortes. Heißt: ich durfte heute etwas per Videokonferenz präsentieren, was für die Nachwelt (die die nicht teilnehmen wollten oder konnten) aufgezeichnet wurde. Das Feedback dazu war gut. Ich hatte dazu aber auch einiges an Mühe investiert, so dass die gezeigte PowerPoint Präsentation auch wirklich präsentabel war und vorher mit allen Beteiligten abgestimmt. Jedenfalls war ich so erleichtert, dass ich danach am liebsten direkt Feierabend gemacht hätte, aber da die Vorstellung morgens war, stand noch einiges auf dem Plan. Belohnung gab es dann heute wenigstens in Form von Essen: Bruchetta, zwei Amerikaner (das Gebäck, nicht das was ihr denkt) sowie diverses Haribo.

Haribo ist übrigens neuerdings mein Allheilmittel. Seit Corona das Home Office salonfähig gemacht hat, bunkere ich direkt immer irgendwas davon direkt auf dem Schreibtisch. Jetzt wo man nicht mehr vor Ort ist, weiß man ja nie, wer einen mit einem Anruf überfällt und irgendetwas spezielles möchte. Haribo lässt diese Situationen dann nicht ganz so schlimm erscheinen.

Ich habe die Aufzeichnung von heute noch nicht erhalten, aber ich finde die Idee amüsant mich in Endlosschleife hören zu können, wenn ich das möchte. Ich werde es mir auf jeden Fall nochmal anhören, einfach um zu gucken, wie ich mich selbst als Zuhörer finde. Den Kater hatte ich übrigens extra rausgeschickt, da er so Phasen hat und gerade zu wichtigen Terminen meint intensiv seine Krallen am Kratzbaum schärfen zu müssen. Er hat als Belohnung aber gerade ein Baldriankissen erhalten und ist nach dem Kampf mit dem Kissen ähnlich ermattet wie ich.
7.7.20 20:35


Die Technik

Tja, was soll ich sagen, der Blog lag unfreiwillig brach. Nicht das ich nicht gepostet hätte, aber irgendwie sind die Texte dann anschließend nicht auf der Blogseite selbst aufgetaucht.Ich habe den Support angeschrieben als auch ins Forum gepostet, aber da gab es leider keine Reaktion. Von daher habe ich dann die Blog Funktionen durchgetestet und siehe da - es geht wieder. Fragt mich nicht wieso, aber wenn ich den Haken für „Letzte Feedbacks im Blog anzeigen“ ausgeschaltet habe, werden die Texte wieder dargestellt.Ist natürlich insofern schade, dass man die Kommentare jetzt nur noch unter den Texten sieht, aber bevor ich jetzt meine html Kenntnisse wieder hervor krame, war das jetzt erstmal die leichtere Variante. Ich hoffe, ihr lest trotzdem noch mit? Ihr habt ja - und das ist ja die gute Nachricht- noch einige Texte, die ihr jetzt erst lesen könnt.
6.7.20 22:09


Schwimmen

Es gibt momentan nicht viel, dass mir in der Corona Zeit wirklich fehlt. Eins davon - und das ist Jammern auf hohen Niveau- ist schwimmen gehen. Nicht das ich es früher regelmäßig, geschweige denn wöchentlich ins Schwimmbad geschafft hätte. Nein, weit gefehlt. Aber wenn es warm war, blauer Himmel sich schon früh morgens angekündigt hat und man wusste, heute wird es warm, dann wurden alle sieben Sachen gepackt und es ging an den Badesee. Den ganzen Tag. Mittags gab es dann entweder selbst mitgebrachte belegte Brote oder einen Fußmarsch zur Pommes Bude vor Ort. Denn es weiß ja jeder, dass die Pommes im Schwimmbad, oder am See einfach nochmal besser schmecken.

Man blieb im Wasser so lange bis die Lippen blau und die Haut eher die von der Uroma war, aber das war egal. Es gab Fische zu gucken, Luftmatratzen zu erobern oder Beachvolleyball zu spielen, an der Bräune zu arbeiten oder einfach den Arbeitsalltag zu vergessen.

Ich vermisse das. Laut den Lockerungen sind mittlerweile die Bäder und Seen wieder offen, aber ich frage mich, wie das funktionieren soll? Man weiß, dass die Masken helfen. Man hat gelernt, dass in Schlachthöfen gute Bedingungen für das Virus herrschen, weil dort zu nah gearbeitet worden ist und keine Luftfilter vorhanden waren. Beides trifft auch auf Schwimmbäder zu, oder Strände, oder Seen.

Gehe ich trotzdem hin, so wie es viele Briten an den Strand gezogen hat? Nein. Das ist es mir nicht wert. Ich habe als Alternative, auch wenn es nicht an das Original rankommt von den fantastischen Vier „Tag am Meer“ in Endlosschleife laufen und warte ab bis hoffentlich entweder bei dem Rest der Welt der gesunde Menschenverstand oder das Virus einsetzt.
28.6.20 14:48


Post

Es war einmal ein Mädchen, dass wollte immer schnell erwachsen werden. Sie dachte, wenn sie erwachsen ist, dann bekommt sie viele Briefe. Wenn jemand wichtig ist, erhält er solche Briefe und so fieberte sie dem Erwachsenenalter entgegen. Wichtig zu sein, bedeutet gemocht zu werden. Denn es weiß ja jedes Kind, dass man nur Briefe erhält, weil man jemandem etwas bedeutet. So sehr, dass man es in Worte fassen muss.

Der Schönste aller Briefe ist immer noch der aus Liebe. Und doch wurde ein solcher Brief nie zugestellt. Dafür hielt die Digitalisierung Einzug, so dass es dafür Klingeltöne sms gab.

Auch stellte sich Ernüchterung ein, was die Anzahl der Briefe anging. Während in jungen Jahren noch Einladungen zu Geburtstagsfeiern ausgehändigt wurden, ließ das dann später stark nach. Stattdessen gab es die ersten Mail und Chatfreundschaften, die dafür sorgten, dass man Briefe nicht vermisste.

Im Erwachsenenalter angekommen, kam dann die große Ernüchterung. Das Mädchen hat bis heute keinen Liebesbrief erhalten. Der einzige Brief, der dem sehr nahe kommt, war die einmalige Rückerstattung der Steuer vom Finanzamt.

Doch das Mädchen gibt die Hoffnung nicht auf. Immerhin hat sie jetzt einen extra großen, roten Briefkasten, in den auch Pakete passen. Damit sind Liebesbriefe im Sammelband möglich. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann wartet sie noch immer.
26.6.20 22:45


Raubtiere

Morgen werden es hier 30 grad. Letzten Sommer als es so warm war, hat der Kater mich im Stich gelassen und hat im Keller in der Waschküche den Tag verbracht. Zur Abendessenzeit wurde er dann aktiv, um nach Futter und Katzenwäsche nach draußen zu flanieren.

In seinen ganz jungen Jahren sah man ihn zur Dämmerung immer in der Luft rumspringen und der Verdacht, dass Kater speziell wäre, verdichtete sich. Bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass er versucht hatte kleine Mücken und Falter zu jagen.

Heute zuckt da nicht mal mehr die Schwanzspitze. Da muss es schon Vogel oder Maus sein, die dann in Seelenruhe durch den Garten gescheucht werden. Fressen tut er sie nicht. Sie sind auch, je nachdem wann ich über die Leichen stolpere, in einem intakten Zustand. Keine abgerissen Köpfe oder Flügel.
Ich stelle mir dann immer vor, sie könnten auch einfach eingeschlafen sein, oder einen Herzinfarkt bekommen haben, statt mich mit der Tatsache anfreunden zu müssen, einen Mörder auf vier Pfoten zu beherbergen.

Wer jetzt glaubt Hunde wären besser, der täuscht. Auch die sind einer Feldmaus beim Spaziergang als Wegzehrung nicht abgeneigt.

Und da heißt es immer, der Mensch wäre das größte Raubtier. Was diesen Haushalt angeht, bin ich mir da noch nicht so sicher.
25.6.20 22:19


Hitze

hier in der Nähe steht eine Linde. Sie blüht derzeit und ist der Hotspot für alles was Flügel hat. Bienen und Hummeln erfreuen sich an den Blüten. Vögel nutzen das dichte Blattwerk, um Falter und Fliegen zu jagen. Wenn man unter dem Baum steht, hört man ein kontinuierliches Brummen. Diese Betriebsamkeit macht mich neidisch in meinem Home Office, eingestöpselt mit meinem Laptop und dem sporadisch Klicken der Maus oder dem Scroll-Rad.

Ich glaube, das ist in der Pandemie irgendwie abhanden gekommen. Sie hat aus uns lauter kleine Bienen gemacht, die sich versorgen, aber das Gesamtkunstwerk, die Harmonie, das Ineinandergreifen der Aufgaben ist verloren gegangen. Dabei wäre man doch mehr motiviert, wenn man wüsste, man vervollkommnend mit der Erledigung seiner Aufgabe das große Ganze.

Vielleicht ist das aber auch zu philosophisch und es ist einfach zu heiss? Hitze lässt die Menschen ja oft aggressiv werden, formieren sich jetzt die black lifes matter Aktivisten gegen Stuttgart und umgekehrt. Ach, ich vergaß. Stuttgart waren ja irgendwelche Partygänger, die in Zeiten von Corona nicht wussten wohin mit ihrer Energie. Da kann es schon mal vorkommen, dass die Hebefigur von Dirty Dancing mit anderen Requisiten nachgestellt wird.

Dazu kommen dann noch Artikel von Polizisten, die mit Mülldeponien verglichen werden, von einer Autorin, deren Name nicht so deutsch klingt. Die ist zufällig aber im selben Alter wie der cdu Politiker, der sich zu seinem Lobbyismus derzeit bedeckt hält. Schade, dass solche Leute meistens überleben, während ich nicht wissen will, wieviele Schmäh- und Drohbriefe die Autorin erhalten hat. Da hilft nur bei der Hitze einen kühlen Kopf bewahren.
24.6.20 23:03


Kater und Karriere

Aus dem Leben gegriffen: Ich weiß das Jammern ist Corona-bedingt schon auf einem hohen Niveau. Es steigert sich noch, wenn das Home Office durch Kinder bereichert wird. So ergeben sich durch Kindergeschrei doch viel realistischere Telefonkonferenzen, weil sich doch insgeheim jeder denkt: ich wünschte, ich könnte jetzt auch schreien.

Heute nach einem weiteren Tag im Home Office kann ich zumindest behaupten, dass der Kater nicht gut mit Karriere harmoniert. Ich hatte heute eine Konferenz bei der etwas freigeben werden sollte. Ich durfte das Thema vorstellen und hatte mich gut vorbereitet. Die Freigabe erfolgte durch anwesende Manager, die alle in der Konferenz zugeschaltet waren. Und ich und eben mein Kater. Letzterer meinte nämlich just in dem Moment als es darum ging zu erörtern, ob man freigeben möchte oder nicht, sein altes Minion Spielzeug wiederzuendecken und damit zu spielen.

Kennt ihr diese Lache von den Minions? Nein? Das Management kennt sie jetzt. Auch wenn die Minions nach ihrer „Banana“ schreien, wurde quasi unfreiwillig mit in unsere Konferenz integriert. Die Kollegen haben zwar einfach weitergesprochen, aber ich konnte mich so schnell nicht stumm schalten und habe nur den Kater verflucht. Er spielt sonst nie mit seinem Spielzeug. Nachdem keiner irritiert war oder nachgehakt hat, habe ich es auch ignoriert und weise alle Schuld weit von mir. Es kann halt nicht jeder schreiende Kinder bieten.
18.6.20 22:06


Keine Besserung in Sicht

Gestern zu lange gearbeitet und heute wieder. Irgendwie bin ich von mir selbst genervt. Dieses ewige nur noch „das Eine“ schnell fertig machen führt nur zu mehr Stirnrunzeln und Augenringen. Ich glaube nicht, dass meine Firma Schönheitsreparaturen in Form von Botox unterstützt.

Wäre aber sicherlich ein interessantes Geschäftsmodell. Kein Urlaubsgeld dafür eine Botox/ Schönheitsreparatur der Wahl oder ein Wellnessprogramm. Solange sie uns immer noch nicht unsterblich machen, können bleibt der Drang sich zu verbessern bestehen.

Wobei ich mich gerade frage, warum noch niemand auf die Idee kam sich einfach ein weiteres Hirn zu wünschen statt vollere Lippen? Man bedenke nur die Rechenleistung, die man dadurch hätte? Dann wäre Multitasking auch kein Problem mehr. Man würde dem Mann zuhause nie wieder vorwerfen, er hört nicht zu, weil er dann mit einem Hirn zuhören müsste - theoretisch.

Man könnte sich Vokabeln in doppelter Geschwindigkeit aneignen und wäre damit für den nächsten Urlaub gewappnet. Auch für Krankheiten wäre es toll. Wenn ein Hirn nachlässt hat man immer noch das Andere.

Bevor mein einziges Hirn jetzt langsam die Segel streicht, mache ich auch Feierabend und hoffe, morgen wird nicht so anstrengend.
16.6.20 22:49


Ansteckend

Zu lange gearbeitet heute. Dabei ist erst Anfang der Woche. War dann im Anschluss noch einkaufen, weil ich mir morgen Spaghetti Bolognese kochen möchte. Heute war auch wieder jemand ohne Maske einkaufen. Drauf angesprochen ist er völlig ausgerastet und hat durch den ganzen Laden gepöbelt. Habe mich ehrlich gesagt dann eher auf meine Zutaten konzentriert und weiß nicht wie das ausgegangen ist.Ich denke mir aber, wenn die Leute so unterwegs sind, wird das mit der zweiten Welle was. Bin auch gespannt auf die App, die demnächst erscheint. Als IT Nerd ist es für mich ein Must Have, daher werde ich es auf jeden Fall installieren. Mal schauen wie kundenfreundlich es ist. Ansonsten bin ich gefühlt heute gar nicht vom Bildschirm weggekommen, daher fallen mir jetzt auch schon Augen zu. Der Kater schnarcht hier auch schon, ist wohl ansteckend..und das ganz ohne Atemmaske.
15.6.20 22:27


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