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Kopflos

Was wirft mich aus der Bahn? Manchmal sind es kleine Dinge, ein unverhofftes Lächeln, ein zuvorkommender Autofahrer der einem das Spurwechseln erleichtert, oder ein Traum. Nicht irgendein Traum, sondern ein völlig konfuser, zusammenhangloser Traum.

Er startet damit, dass ich mich in einem abgedunkelten Wohnzimmer befinde. Ich sitze zwischen den Schenkeln einer Frau. Ihre Augen stehen etwas schräg und ihr Haar und kleine Stupsnase zeugen von ihrer asiatischen Herkunft. Sie geht sehr vertraut mit mir um, obwohl sie so jung aussieht. Sie wirft ihr langes Haar zurück und streicht mir über den Rücken. Dann bietet sie mir Zigaretten an. „Greif zu,“ ermuntert sie mich “das wird dich entspannen.“ Da ich Drogen noch nie etwas abgewinnen konnte, egal in welcher Form lehne ich dankend ab und komme mir dabei sehr prüde vor. Routiniert zieht sie sich einen Glimmstängel aus dem Päckchen und zündet ihn an. Dann inhaliert sie langsam und genussvoll.

Auf der anderen Seite des Raumes sind Schritte zu hören. Ein paar Männer betreten das schäbige Wohnzimmer und lassen sich auf der altmodischen Couchecke nieder. Sie unterhalten sich leise, lachen ab und an und werfen uns immer wieder Blicke zu.

Mit meinem blonden Haar und blassen Hautfarbe hebe ich mich in dem dunklen Wohnzimmer wie ein Albino von der koreanischen Frau ab und bin versucht abzurücken, doch sie schlingt eine Hand um meine Körpermitte und hält mich bei sich. Warum ich es geschehen lasse, weiß ich selbst nicht. Warum suche ich nicht das Weite, wenn mir die Situation unangenehm ist? Doch der Arm der Frau beruhigt mich und ich fühle mich geborgen. So sehr, dass ich mich an sie lehne und mit ihr den Zigarettenduft inhaliere. Ich strecke meine Beine aus und wackle entspannt mit den Zehen. Ihre Hand gleitet sanft von meiner Hüfte zu meinem Bauch hin zu meinem Oberschenkel. Sie massiert mit kreisenden Bewegungen mein Bein und ich schwanke zwischen Atem anhalten und Bein anspannen. Doch die kreisenden Bewegungen haben etwas hypnotisches, als wäre ich eine Puppe in ihren Händen.
Das Männerlachen hinter uns wird lauter. Ich drehe leicht meinen Kopf und stelle fest, dass sie näher gekommen sind und uns beobachten.
Plötzlich macht die Asiatin eine kurze Bewegung mit dem Kopf und die Männer verstummen und suchen das Weite. Habe ich ihre Macht unterschätzt? Habe ich etwas falsch gemacht? Dann wache ich auf.
10.2.19 14:07
 
Letzte Einträge: Hat Rücken, Sinnvoll, Träge, Die Katze lässt das Mausen nicht, Zuviel


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